Erforderliche biologische und umwelttechnische Bedingungen

Dieses Arbeitspaket dient der Bestimmung von hydrodynamischen und ökologischen Bedingungen, welche das Wachstum von Zostera marina begünstigen, sowie ihren natürlichen Schwankungen.

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Dimensionierung von künstlichem Seegras

Der Ausgangspunkt des WP4 wird durch die aus dem WP3 definierten erforderlichen biologischen und umwelttechnischen Bedingungen für den Anwuchs von natürlichem Seegras gegeben. Auf dieser Grundlage soll ein künstliches abbaubares Seegras (ASG) und dessen Anwendung entwickelt werden.

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Leistungsfähigkeit des künstlichen Seegrases

Im ersten Jahr der Projektlaufzeit werden kommerziell verfügbare künstliche Seegrasstrukturen in den Großen Wellenkanal eingebracht und eine Reihe hydrodynamischer und morphodynamischer Voruntersuchungen durchgeführt. Danach wird ein Prototyp des bioabbaubaren künstlichen Seegrases produziert.

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WP3: Erforderliche biologische und umwelttechnische Bedingungen

Das Ziel des künstlichen Seegrases wird es sein, geeignete Bedingungen für Wiederansiedlung und Wachstum von natürlichem Seegras zu schaffen. Dafür müssen die tatsächlichen Standorteigenschaften zuvor im Gelände untersucht werden. Dieses Arbeitspaket dient der Bestimmung von hydrodynamischen und ökologischen Bedingungen, welche das Wachstum von Zostera marina begünstigen, sowie ihren natürlichen Schwankungen.

Die Eignung eines Standorts für das Vorkommen von Seegras hängt von hydrodynamischen (Wassertiefe, Tidenhub, Welleneinfluss), abiotischen (Nährstoffbudget, Lichtverfügbarkeit, Salinität), biotischen (Interaktion mit anderen vorkommenden Spezies) und geomorphologischen (Sedimentzusammensetzung, Gefälle) Faktoren ab. Nachdem durch eine Literaturrecherche die Grenzwerte dieser Faktoren erarbeitet worden sind, werden ausgewählte Seegraswiesen unterteilt in Transekte zu verschiedenen Jahreszeiten untersucht.

Zostera marina
Zostera marina. Bildnachweis: TU Braunschweig

Die Feldmessungen werden die Grundlage für die Entwicklung eines Vorhersagemodells von räumlichen Verteilungsmustern des Seegrases in der schleswig-holsteinischen Ostsee bilden. Laboruntersuchungen unter kontrollierten Bedingungen ermöglichen die Bestimmung der maximalen Wellenenergie und minimalen Lichtverfügbarkeit für Seegraswachstum. Weitere Stressoren werden in einem Mesokosmenexperiment mit natürlichem Seegras in den Anlagen des niederländischen Partners erforscht. Die Pflanzenmorphologie von Zostera marina wird hinsichtlich ihrer Gestalt und Schwingung eingehender geprüft.

Somit kann ein möglichst naturnahes Aussehen und Verhalten des künstlichen Seegrases gewährleistet werden, um in Flachwasserbereichen mit hohem Wert für Naturschutz und Tourismus zum Einsatz zu kommen.

Kontakt

Institut für Geoökologie
Technische Universität Braunschweig

Jana Carus, j.carus@tu-braunschweig.de, Tel.: +49 531 391-5929

Projektpartner

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